Novartis als Unternehmensbürger?

Können heutige Grossunternehmen ein Umdenken, hin zu mehr gesellschaftlicher Verantwortung, vollziehen? Unter dem Schlagwort Corporate Citizenship behaupten viele, genau das zu tun. Der St. Galler Wirtschaftsprofessor Peter Ulrich sieht vor allem in Novartis einen Vorreiter des neuen Denkens – doch das ist reichlich naiv, wie ich im folgenden Essay zu zeigen versuchte. Diese Arbeit entstand im Rahmen des Wirtschaftsethik-Seminares „Zivilisierte Marktwirtschaft“ (welches sich mit Ulrichs gleichnamigen Buch befasste) bei Dr. Olga Rubitschon, Universität Basel. Weiterlesen

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Autonomes Forum: Kritische Wissenschaft und Wissenschaftskritik

chameleonunibasel

Um Bildung und Wissenschaft werden momentan viele hart umkämpfte Debatten geführt. Die im letzten Semester beschlossene Erhöhung der Studiengebühren ist ein Ausdruck dessen. Deshalb organisiert die Dienstagsgruppe durch das nächste Semester ein autonomes Forum, wo wir diese Vorgänge verstehen und kritisieren wollen. Das Programm, Aktuelles und belgeitende Lektürehinweise findet ihr nach und nach hier auf dem Blog.

Das Programm als PDF

Aktuelle Strukturen der Uni
Mittwoch, 26. Februar, 18:30 – Soziologie Hörsaal 215
Neue Professur an der Uni Basel. – Wie wird eine solche Entscheidung gefällt? Wie stehen Studierende, Unirat, Rektorat, Fakultät und Departement zueinander? Versuch einer Rekonstruktion der Entscheidungsstrukturen an der Universität Basel.

Selbstorganisierte Uni Basel?
Mittwoch, 5. März, 18:30 – Soziologie Hörsaal 215
Ein Geflecht aus Unirat, Rektorat, Wirtschaft und Regierung entscheidet über den Kurs der Uni. Die Gouvernance Strategie ist dabei explizit intransparent, dies auch nach innen: Verwirrung und Spaltung stehen an der Tagesordnung. Doch was für eine Uni wollen…

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Ewig schleicht die Werbung (Jetzt mit 100% mehr Zynismus!)

Heute ein kurzer Bericht von der Front der psychologischen Kriegsführung, auch „Werbung“ genannt. Heiss umkämpft ist derzeit natürlich Facebook – eine kleine Spurensuche zeigt im Ansatz, wie perfide dieser Krieg dort geführt wird. Weiterlesen

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Geisteswissenschaft in der Kurzfassung?

Die Arbeit von Studierenden und AkademikerInnen wird oft (und oft zurecht) als abgehoben und irrelevant gegeisselt – vor allem wenn es um die Geisteswissenschaften geht. Während die Naturwissenschaften ein automatisches Korrektiv besitzen, das sogenannte „Experiment“, welches sie immer wieder zwingt, ihre Aussagen an der unerbittlichen Realität zu messen, ist es in den Geisteswissenschaften viel leichter, die Welt völlig aus dem Blick zu verlieren. Gerne wird dieser Realitätsverlust unter der Bezeichnung „postmodern“ zur Tugend erklärt, was die Sache natürlich nicht besser macht. Die Weigerung sich an Tatsachen messen zu lassen, ist in der Tat verlockend, da man – unter Verwendung entsprechend verwirrender Sprache – dann leicht weitreichende „Theorien“ produzieren, oder  Banalitäten als grosse Einsichten verkaufen kann. (Die Sokal-Affäre hat das quasi-experimentell gezeigt.)

Da zum Beispiel PhysikerInnen nur schwierig „an der Realität vorbei“ theoretisieren können, müssen sie auch nach jahrhundertelanger Suche zugeben, dass sie ca. 80% der Materie im Universum („Dunkle Materie“) schlicht noch nicht finden können. Wissenschaft ist ein schwieriges Unterfangen, unsere Intuition oft trügerisch und Erkenntnis präsentiert sich kaum je auf dem Silbertablett. Ausgehend von den wenigen Dingen, die sich beweisen lassen, muss die Wissenschaft langsam und vorsichtig voranschreiten –  dabei die Fragilität der so weit erlangten Erkenntnis immer im Bewusstsein behaltend.

Als ich im ersten Semester des Soziologie-Studiums eine kleine Hausarbeit schreiben sollte, wollte ich meinen Prinzipien folgen und etwas Aussagen, dass sich einerseits belegen lässt und andererseits auch gesellschaftlich relevant ist. Unter den bestehenden Vorgaben für solche Arbeiten ist das sehr schwierig, wie ich feststellen musste. Weiterlesen

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Hier ein Fundstück, das mich via Jonathan Turley erreichte: In einem Gastbeitrag beschreibt Mike Spindell seine Sicht der US-Amerikanischen Fernsehlandschaft in sachlich-unaufgeregter Art und Weise („I damn them all“). Unter seinen Beobachtungen finden sich allzuviele vertraute Entwicklungen, da in Europa diese Ausrichtung – mit einer gewissen Verzögerung – nachgeahmt wird.

JONATHAN TURLEY

Submitted by: Mike Spindell, guest blogger

200px-Cnn.svgI must admit that I gave up watching CNN years ago, even before they attempted to become FOX News lite. Originally, as they created the standard for Cable News, they were an informative leader in providing television journalism. Because of their devotion to the news alone, they became the preferred alternative to Broadcast Network News, which at each network had been put under the “Entertainment Division” and thus viewed as a profit center, rather than a public information service. At the beginning and “golden age” of Television Network News, the FCC had mandated that each network was to provide “news” as a public service, in exchange for their license to control a band on the airways. The leader in this was CBS, a network under the aegis of William Paley, who hired war tested Journalists such as Edward R. Murrow and Walter Cronkite. CBS…

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Wenn alles verdächtig und jeder Verdächtige schuldig ist

Der TeleBasel-Report „Die Polizei für’s Grobe. Der Basler Einsatzzug greift hart durch.“ ist schlicht erschreckend. So erschreckend, dass der Film aus dem Jahr 2010 auch jetzt noch eine Besprechung verdient. Weiterlesen

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Abschied von der Villa Rosenau – Gedanken über besetzte Häuser

In meiner Schulzeit war es die beste Art ein langes Wochenende ausklingen zu lassen. Wir, eine kleine Clique nur im Ansatz politisch denkender Kiffer, strandeten immer mal wieder im unvergessenen „Elsie“. Es gab dort diesen kleinen Saal im Parterre, in dem sich stets noch ein letztes Bier auftreiben liess, während draussen der Montagmorgen graute und auf dessen alten Sofas man wunderbar seinen Rausch ausschlafen konnte. Mit etwas Disziplin schaffte man es dann, rechtzeitig zur grossen Pause in der Schule einzutreffen, um dort den Geruch von Bier, Schweiss, Rauch und Freiheit zu verbreiten. Weiterlesen

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